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A-Jugend des SV Erlbach Vize-Kreismeister in der Halle.

Die A-Jugend des SV Erlbach sorgte bei der Kreishallenmeisterschaft in der TuS-Turnhalle in Traunreut für eine Überraschung. Die Mannen von Chefcoach Anderl Seifert und Co-Trainer Reinhold Müller verloren des Endspiel im Siebenmeterschießen gegen den SB Rosenheim.

Der Tabellenführer der Kreisklasse Inn bestach durch ein sehr diszipliniertes Auftreten, spielte Hallenfußball mit Leidenschaft und bereitete den fast ausschließlich höherklassigen Vereinen durch die kompakte, defensive Spielweise mit schnellen Angriffen viele Probleme. In der Gruppenphase wurde gegen die Mannschaften von Großkarolinenfeld, den 1. FC Traunstein und von TuS Traunreut Siege eingefahren. Gegen den Kreisligisten TSV Bad Endorf gelang ein 1:1-Unentschieden; dies bedeutete in der Vorrundengruppe wegen des schlechteren Torverhältnisses den zweiten Platz. Im Halbfinale musste man gegen die Bezirksligamannschaft von 1860 Rosenheim antreten. Auch hierbei setzte sich  - wie vor drei Wochen bei den Herren - das Holzland-Team durch. Die Defensive um Torhüter Simon Rothenaicher lies nur kurz vor Ende der regulären Spielzeit nur den Ausgleichstreffer der 60er zu – im ganzen Turnier hatte der SVE nur vier Gegentreffer zu verzeichnen. In der fünfminütigen Verlängerung gelang Maxi Strobl das Golden Goal und damit stand die A-Jugend des SVE nach 2003 zum zweiten Mal in der Endrunde der Oberbayerischen Hallenmeisterschaft.

Auch die Bayernliga-Mannschaft vom SB Rosenheim wurde in der 14minütigen Spielzeit und den 5 Minuten Verlängerung in Zaum gehalten. Mit Glück, Einsatz und Können hielt man ein 0:0. Das Siebenmeterschießen wurde durch einen Fehlschuss mit 4:5 verloren, was aber der Freude der Erlbacher keinen Abbruch tat.

Am Sonntag, 11.02 startet der SV Erlbach mit einem Fanbus zur Oberbayerischen Hallenmeisterschaft nach Putzbrunn.

 

 

 

Erlbachs Beppo ist Bayerns Bester

„Ohne ehrenamtliches Engagement ginge im bayerischen Amateurfußball gar nichts“, schickte Dr. Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) vorneweg, und würdigte damit pauschal die Leistungen aller Ehrenamtlichen, aus deren Kreis bei der BFV-Ehrenamtspreisverleihung in Ingolstadt 24 Sieger aus dem ganzen Freistaat ausgezeichnet wurden. Besonders gewürdigt wurden dabei Josef Maischberger (SV Erlbach), Hans Seidl (FC Otterskirchen) und Matthias Schmidle (1. FC Sonthofen), die mit dem insgesamt mit 5000 Euro dotierten Ehrenamtspreis erhielten. Dank der Unterstützung durch den Bayerischen Sparkassen-Verband (BSV) bekommen die Preisträger 2500 Euro (Maischberger), 1500 Euro (Seidl) und 1000 Euro (Schmidle), die zweckgebunden in die jeweiligen Vereinskassen fließen.

Beeindruckend und sozialkritisch war die Festrede von DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger. „Die Probleme wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt beginnen nicht auf dem Sportplatz“, betonte Dr. Zwanziger, „und wenn bei fünf von 80.000 Fußballspielen eines Wochenendes in ganz Deutschland etwas vorfällt, dann ist das bedauerlich. Doch solange die Probleme in den Familien und Schulen nicht gelöst werden, kann der Fußball und der Sport nicht allein zur Rechenschaft gezogen werden.“ Aber der Fußball könne seinen Beitrag leisten, damit in der Gesellschaft die Mitmenschlichkeit wieder stärker gelebt wird. „Sport hat eine hohe integrative Funktion“, so Zwanziger weiter, und betonte, „dass die künftigen Generationen mit den unterschiedlichsten Hintergründen in der deutschen Bevölkerung zusammenwachsen und unsere bei der Gründung der Bundesrepublik im Grundgesetz niedergeschriebenen Werte leben.“

„Als starker Verband müssen und werden wir Hilfestellung leisten“, führte Zwanziger weiter aus, „und wir werden die Kraft, die im Ehrenamt steckt, für die gesamte Gesellschaft nutzen. Wir haben rund eine Million ehrenamtlich tätige in Deutschland, denen ihre Aufgabe Spaß macht.“ Der Spaß am Fußball müsse aber auch bei den Kindern im Mittelpunkt stehen, denen Zwanziger mit auf den Weg gibt: „Spielt in der Schule Fußball und zwingt eure Lehrer dazu, dass sie das unterstützen. Und wenn eine Pausenaufsicht das verhindern will, dann entgegnet: Ihr habt uns nichts zu sagen, der DFB will, dass wir so wie Schweini und Poldi kicken.“

Ein besonderes Anliegen war es Dr. Theo Zwanziger, den Ehrenamtlichen danke zu sagen. „Ich habe selbst gesehen, wie die Arbeit im Verein mein Leben bereichert hat“, so der DFB-Präsident.

Die Erfolge der Ehrenamtskommission stellte Verbands-Ehrenamtsreferent Hermann Güller noch mal heraus, der dabei zufrieden feststellte, „dass es inzwischen wieder eine echte Ehre ist, ins Ehrenamt berufen zu werden. Das hat auch die WM mit ihren vielen Volunteers gezeigt. 4000 von ihnen haben sich nach der WM gemeldet und signalisiert, dass sie auch künftig in Vereinen oder Verbänden ehrenamtlich weiterarbeiten möchten.“ Wo sie auf echte Vorbilder treffen wie die 24 Kreissieger, die in Ingolstadt ausgezeichnet wurden. Dass dies keine Floskeln war, bewies der 1. Preistrgäer Josef „Beppo“ Maschberger, der spontan die Hälfte des Preisgeldes für ein Waisenhaus in Südafrika spendete und sich sichtlich bewegt zeigte, dass seine Arbeit, die er ganz bescheiden als gar nicht so herausragend einschätzte, auf diese Weise gewürdigt wurde.

Walter Brugger

Die drei Preisträger im Portrait

1. Platz: Josef Maschberger
(SV Erlbach)

Weit über die Arbeit im eigenen Verein hinaus geht das Engagement von Josef „Beppo“ Maschberger. So arbeitete der 40-Jährige an der Entwicklung eines neuen Spielsystems bei den D-Junioren im oberbayerischen Kreis Ost mit, das vorsieht, dass starke Teams mehr gefordert und schwächere Teams nicht überfordert werden. Womit Maschberger einmal mehr sein großes Herz für den Nachwuchsfußball unter Beweis stellte, um den er sich darüberhinaus mit Leib und Seele beim SV Erlbach aus dem Landkreis Altötting kümmert. Dort begann der Preisträger seine aktive Laufbahn als D-Junior bis hinauf ins Herrenlager, mit 25 Jahren übernahm er das Amt des Jugendleiters und organisiert seither nicht nur den Spielbetrieb, sondern stellt sich selbst als Trainer zur Verfügung, organisiert Ausflüge, füllt die Vereins-Homepage und -zeitung mit Inhalten und Anzeigen, rief einen Förderverein für die Nachwuchsarbeit ins Leben, gründete eine 3. Herrenmannschaft, ein Frauen- und ein Juniorinnen-Team, die allesamt am laufenden Spielbetrieb teilnehmen. Verdienste hat sich Maschberger darüber hinaus nicht nur beim Platz- und Sportheimbau seines SV Erlbach erworben, er initiierte zudem den Bau eines zweiten großen Trainingsplatzes und stellte privaten Grund als Ausgleichsfläche zwecks Wiederaufforstung kostenlos zur Verfügung. Bei der Aktion „Klub 2006 – die FIFA WM im Verein“ erreichte der SV Erlbach dank Maschbergers Engagement die Maximalpunktzahl und sicherte damit den D-Junioren das Startrecht bei der Mini-WM, wo die Oberbayern bis ins Deutschland-Finale in Duisburg vorstießen. Die unermüdliche Arbeit des Jugendleiters belohnte die Egidius-Braun-Stiftung mit einem kostenlosen Trainingslager eines Juniorenteams in Oberstaufen. 2006 organisierte der umtriebige Funktionär erstmals ein Fußball-Feriencamp in seinem Klub.

 

 

 

 

 

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