SV Erlbach – VfR Garching 2:0

Der SV Erlbach konnte am Freitagabend mit einem 2:0 Sieg über den VfR Garching den dritten Sieg in Serie holen und die starke Frühform in dieser Saison bestätigen. Mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen steht der SVE damit auf einem sensationellen zweiten Tabellenplatz, punkgleich mit dem Tabellenführer FC Pipinsried. „Das ist ein Viertel der 40 Punkte, die wir mindestens brauchen, aber der Weg ist noch lange die Saison“, machte aber Spielertrainer Lukas Lechner nach der Partie schnell die Erwartungshaltung in Erlbach klar: Punkte sammeln für den Klassenerhalt.

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Freude herrschte dennoch auf und auch rund um das Spielfeld in der Holzbau Grübl Arena, die Fans und die Mannschaft stimmten eine „La Ola“ Welle an und feierten noch lange die drei Punkte. Dabei war die Ausgangslage nicht optimal, mit den Verletzungen von Bernd Eimannsberger und Julian Scherer im Pokalspiel gegen Vilzing und den weiterhin verletzt fehlenden Wolfgang Hahn und Christopher Obermeier, war die Bank des SVE nur dünn besetzt, zumal auch Spielertrainer Lechner immer noch angeschlagen ist. Sen Team startete dennoch stark in die Partie und wollte den VfR, den man als eine der Mannschaften ausgemacht hatte, die man im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt schlagen sollte, gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. Das gelang sehr gut, der SVE dominierte die Anfangsphase, spielte variantenreich und zeigte sehr guten Fußball. Das wurde nach 24 Minuten belohnt, eine Flanke von Benjamin Schlettwagner grätschte Thomas Breu am Keeper vorbei ins Tor. Der SVE wollte das Momentum nutzen und spielte weiter nach vorne. Ein Abschluss von Lenny Thiel wurde geblockt (27.), beim nächsten Spielzug drang Sebastian Hager in den Strafraum ein und ging ins Eins zu Eins Duell mit seinem Gegenspieler. Der Flügelstürmer wurde dabei zu Fall gebracht, Schiedsrichter Jürgen Steckermeier (Altfrauenhofen), entschied sofort auf Strafstoß. Maximilian Sammereier, der in der Vorwoche in Sonthofen einen Elfmeter verschossen hatte, zeigte sich nun wieder gewohnt sicher und traf zum 2:0 (30.).

Das Holzlandteam wollte nun schnell für noch klarere Verhältnisse sorgen, ein Tor wollte aber trotz guter Chancen durch Breu und Hager nicht mehr gelingen. Beim VfR kamen bereits in der 34. Minute mit Leon Aslanidis und Cengiz Basaran zwei neue Spieler. „Manchmal muss man schon frühzeitig etwas ändern und Impulse setzen, ich glaub das ist uns auch gelungen, wie man in der 2. Halbzeit gesehen hat“, so Garchings Co-Trainer Anel Softic. Mit Beginn des zweiten Durchgangs hatte Garching seine stärkste Phase, einen scharfen Schuss von Barasan von halbrechts parierte Torwart Andreas Steer sehr gut (55.). Doch für die Gäste wollte es einfach nicht laufen an diesem Abend, gerade als sich der Druck zunehmend weiter zu erhöhen schien, sah Robin Oswald die gelb-rote Karte nach einem Foul an Hager (69.). In Unterzahl wurde es für Garching sehr schwer und der SV Erlbach übernahm wieder die Initiative und brachte das 2:0 sicher nach Hause. Schlettwagner mit der Hacke (71.), der eingewechselte Florian Wiedl, der nach sehenswerter Vorarbeit von Alexander Gordok und Ablage von Thiel am Torwart scheiterte (80.) und Simon Hefter (86.), hätten sogar noch das 3:0 erzielen können. Doch auch zwei Erlbacher Tore reichten an diesem Abend, auch weil sich die SVE-Defensive als gewohnt sicher erwies.

„Der Sieg ist völlig verdient, die erste Halbzeit ging ganz klar an uns, da hätten wir vielleicht noch das dritte und vierte Tor machen müssen.“, so das Fazit eines zufriedenen Lukas Lechner. „Nach dem Seitenwechsel wurde es dann schwerer, da haben bei uns auch etwas die Kräfte nachgelassen. Die Einwechslungen von Flo Wiedl und Stefan Loher haben neue Impulse gebracht und nach der gelb-roten Karte hatten wir das Spiel wieder klar im Griff“. Dem pflichtete auch Garching-Co Softic weitgehend bei. „In der 1. Halbzeit sind wir sehr schwer ins Spiel gekommen, in der Halbzeit gab es dann eine klare Ansage, die gefruchtet hat. Dann hatten wir leider Pech mit der gelb-roten Karte, wir wollten den Spieler vorher auswechseln, aber die Schiedsrichter haben das leider verschlafen. Der Platzverweis hat uns das Genick gebrochen. Erlbach hat aber auch verdammt stark gespielt heute“.

 Erlbach: Steer – Schlettwagner, Fischer, Maier, Hofbauer (78. Loher) – Sammereier, Gordok, Hager, Breu (63. Wiedl), Hefter Thiel (90. Dolenga)

 

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