575 Zuschauer sahen am Freitagabend ein intensives und temporeiches Bayernligaspiel
zwischen dem SV Erlbach und dem FC Deisenhofen – das jedoch trotz einiger guter
Gelegenheiten torlos endete. Vor allem die Gastgeber verpassten es, ihre Überlegenheit in
Im Spiel des Vorjahresdritten gegen den Fünften der Vorsaison übernahm der SV Erlbach
von Beginn an die Kontrolle. Die Mannschaft von Trainer Lukas Lechner dominierte Ball und
Raum, drängte die ersatzgeschwächten Gäste aus Deisenhofen tief in deren eigene Hälfte
und hatte deutlich mehr Ballbesitz. Doch bei aller optischen Überlegenheit fehlten dem
Erlbacher Spiel in der ersten Halbzeit noch an Präzision und Durchschlagskraft. Die beste
Chance vergab Milos Lukic, dessen Schuss nur am Pfosten landete (25.). Deisenhofen
hingegen ließ offensiv lange kaum etwas erkennen. Erst in der Schlussphase der ersten
Hälfte sorgte Lukas Kretzschmar mit einer guten Gelegenheit für Gefahr – Erlbach hatte in
dieser Szene Glück, nicht überraschend in Rückstand zu geraten. Zwei Spieler begleiteten
Kretzschmar, leisteten aber eher Geleitschutz, sein Schuss verfehlte das Tor nur knapp.
Noch vor der Pause versuchten es Wolfgang Hahn (43.) und Benjamin Schlettwagner für den
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Erlbach nochmals den Druck. Die Lechner-Elf spielte sich
eine Reihe klarer Möglichkeiten heraus, doch es fehlte – wie so oft – an einem echten
Vollstrecker. Hahn drang über links in den Strafraum ein, seinen Flachschuss entschärfte
FCD-Keeper Maximilian Obermeier (52.), wenige Minuten später pflückte sich Lenny Thiel
den Ball wunderschön herunter, sein Drehschuss ging über das Tor (56.). Auf der
Gegenseite lauerte Deisenhofen auf Chancen und blieb gefährlich: Paul Schemat traf den
Pfosten (69.) und hätte für die Gäste beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Denn
das 1:0 für den SVE, auf das berüchtigte Heimtor spielend, lag nun in der Luft. Doch sowohl
Michael Winter, der perfekt angespielt wurde, das Tor aber knapp verfehlte (71.) und Thiel,
der den Ball nicht am herausgelaufenen Obermeier vorbeilegen konnte (75.), blieben ohne
So blieb es letztlich bei einem torlosen Remis mit dem beide Trainer am Ende auch zufrieden
waren. Gerade im ersten Durchgang boten beide Teams eine sehenswerte Leistung. „Hier in
Erlbach herrscht immer eine gute Atmosphäre und eine positive Stimmung – junge Spieler
können an solchen Spielen wachsen. Meine Mannschaft hat die Taktik sehr gut umgesetzt.
Wir wollten Erlbach kommen lassen und auf Konter setzen. Bei den Umschaltmomenten
wäre sogar mehr drin gewesen. Mit dem Punkt können wir super leben, die Erlbacher Spieler
sind einen halben Meter größer als meine Spieler, dennoch haben wir gut dagegengehalten“,
meinte Deisenhofen-Coach Andi Pummer. Lukas Lechner trauerte dem möglichen zwar Sieg
etwas nach und betonte: „Schade, dass wir uns heute nicht belohnt haben – das Glück hat
einfach ein wenig gefehlt. Aber es ist auch eine Qualität, in so einem Spiel kein Tor zu
kassieren. Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen sind wir absolut zufrieden.“