Der SV Erlbach kann noch einen überraschenden Transfer verkünden, der Bayernliga-Vierte verstärkt sich mit Tobias Horn. Der vielseitig einsetzbare Allrounder kommt vom rumänischen Erstligisten Universitatea Cluj, bei dem er eine Saison unter Vertrag stand. Nun wechselt er ins Holzland.
Der gebürtige Münchner durchlief zunächst die Jugend des TSV 1860 Rosenheim, ehe er in die U19 des FC Augsburg wechselte. Anschließend spielte er für die U23 der Augsburger und kam dabei 17-mal in der Regionalliga Bayern zum Einsatz. Im Sommer 2025 erhielt Horn das Angebot aus Rumänien, dem Geburtsland seiner Eltern, und entschied sich für den Wechsel. Ein Schritt, den er im Rückblick nicht bereut, der aber sportlich nicht nur positiv verlief: „Das Angebot aus Cluj war sehr interessant. Persönlich hat mich das Jahr sehr weitergebracht, sportlich war es keine so schöne Erfahrung. Es gab einen enormen Konkurrenzkampf, das ist einfach ein ganz anderes Umfeld.“, berichtet er aus seiner Zeit in Cluj, dem ehemaligen Klausenburg, das über Jahrhunderte eines der Zentren der Siebenbürger Sachsen im heutigen Rumänien war.
Während Universitatea Cluj selbst eine überaus erfolgreiche Saison spielte und diese als Vizemeister sowie Pokalsieger abschloss, wurde Horn als Leihspieler an Sanatatea Cluj abgegeben, wo er in den Playoffs um den Aufstieg in die 2. Liga mitspielte. Am Ende landete der Club auf Platz zwei und verpasste diesen knapp. Nach einem Jahr in Rumänien folgte nun die Vertragsauflösung, die den Wechsel nach Erlbach ermöglicht, obwohl das Transferfenster eigentlich bereits geschlossen ist. Ausschlaggebend dafür war für Horn vor allem die menschliche Komponente: „Mir hat die Wärme und das Familiäre gefehlt, und das sind Dinge, die ich bei den Gesprächen und beim Probetraining in Erlbach sofort gespürt habe.“ Auch die Leidenschaft, die er auf und neben dem Platz erlebte, gab für ihn den Ausschlag für den Bayernligisten. Mit seinem Wechsel verbindet Horn auch klare sportliche Erwartungen: „Ich denke, wir haben die Qualität, um aufzusteigen. Das ist eine super gestandene Mannschaft mit einem tollen Teamgefüge, meine Eindrücke sind sehr positiv.“
Durch die vielen Verletzungen in den letzten Wochen hatte der SV Erlbach Handlungsbedarf, so Erlbachs sportlicher Leiter Christoph Huber, der aber auch betont: „Es war für uns aber von Anfang an klar, dass es keinen Aktionismus geben wird. Wir wollten nicht einfach irgendeinen Spieler verpflichten, nur damit wir noch einmal etwas gemacht haben. Wenn wir reagieren, dann bei einem Spieler, von dessen Qualität wir wirklich überzeugt sind.“. Diesen Spieler hat man nun mit Horn offenbar gefunden.
„Als sich die Möglichkeit mit Tobi ergeben hat, war deshalb sehr schnell klar, dass wir uns intensiv um ihn bemühen wollen. Er ist erst 22 Jahre alt, hat eine hervorragende fußballerische Ausbildung genossen und trotzdem schon einiges erlebt. Vor allem seine große Variabilität ist für uns sehr interessant, weil er uns auf mehreren Positionen und in unterschiedlichen Rollen zusätzliche Möglichkeiten gibt. Dazu kommen seine herausragenden technischen Fähigkeiten. Diese Kombination aus Qualität, Vielseitigkeit und Erfahrung in einem noch sehr jungen Alter ist für uns schon etwas Besonderes.“, so Huber, der seit dem Erstkontakt einige „ausgesprochen gute Gespräche“ mit dem neuen Mann geführt hat. „Wir haben sehr schnell gemerkt, dass es nicht nur sportlich, sondern auch menschlich hervorragend passt. Deshalb freuen wir uns sehr, dass er sich für uns entschieden hat.“.








