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Spielbericht: SV Erlbach – FC Pipinsried 1:1

Posted on 26 Sep. um 22:21 Uhr

Das Spitzenspiel der Bayernliga Süd zwischen dem Tabellendritten SV Erlbach und Spitzenreiter FC Pipinsried endete am Freitagabend leistungsgerecht mit 1:1. Das Spiel begann mit 15 Minuten Verspätung, der Anreise der Gäste hatte sich verzögert. Dann wurde es aber schnell laut in der Holzbau-Grübl Arena, bereits in der zweiten Minute erlebten 725  Zuschauer den Höhepunkt des Abends: Nach wunderbarer Vorarbeit von Levin Ramstetter setzte Thomas Winklbauer zum Fallrückzieher an und versenkte den Ball aus wenigen Metern zum 1:0 im Netz. Ein Treffer der Marke „Tor des Monats“, bei dem Ex-Erlbach Keeper Enrique Bösl machtlos war.

Auch in der Folge hielt das Spitzenspiel was versprach, Erlbach übernahm nach dem frühen Führungstreffer die Kontrolle und ließ Pipinsried in der ersten Halbzeit keine nennenswerte Torchance. Allerdings versäumte es der SVE einmal mehr, den zweiten Treffer nachzulegen. In der 32. Minute bediente Winklbauer Milos Lukic, dessen Abschluss im Strafraum an der Latte landete. Sieben Minuten später zappelte der Ball nach einem wuchtigen Kopfball von Christopher Obermeier erneut im Pipinsrieder Netz, doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann komplett. Zwar versuchte es Winklbauer zunächst noch mit einem Schuss auf die kurze Ecke (57.), doch anschließend wurde Pipinsried immer stärker und schnürte den SVE zusehends in dessen eigener Hälfte ein. Der Ausgleich fiel nach einem scharf von der rechten Auslinie in den Fünfmeterraum getretenen Freistoß. Florian Gebert stand goldrichtig und verwertete zum 1:1 (64). Bereits das elfte Saisontor des Top-Torjägers der Liga. Auch danach blieb Pipinsried die gefährlichere Mannschaft und war dem 2:1 näher als Erlbach dem erneuten Führungstreffer. Der SVE verteidigte jedoch mit gewohnt viel Einsatz und Engagement und brachte den Punkt schließlich über die Zeit. In den letzten zehn Minuten brachten die Hereinnahmen von Luis Dafinger, Tobias Horn und Tobias Duxner noch einmal Schwung in die Partie, am Ergebnis änderte sich dadurch nichts mehr. Unterm Strich erlebten die Zuschauer zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Während Erlbach im ersten Durchgang spielbestimmend war, kaum etwas zuließ und selbst immer wieder ansehnliche Offensivszenen kreierte, bekam das Team von Trainer Lukas Lechner nach der Pause kaum noch Zugriff auf das Spiel. Zweikämpfe gingen verloren, der Ball konnte nur selten kontrolliert aus der Gefahrenzone gebracht werden und der Druck der Gäste nahm von Minute zu Minute zu. So ging das Remis am Ende in Ordnung. Erwähnenswert war der Auftritt von Schiedsrichter Finn Banderob aus Steinberg. Mit gerade einmal 20 Jahren leitete er die Partie souverän und zeigte über die gesamte Spielzeit eine sehr gute Leistung.

Pipinsrieds Trainer Roman Langer sprach nach der Partie von einer schwierigen Woche für seine Mannschaft: „Aktuell haben wir neun Ausfälle, darunter sehr wichtige Spieler. Wir wussten, dass es eine große Herausforderung wird, hier in Erlbach zu spielen, und wurden prompt kalt erwischt. Wir hatten einigen Respekt, Erlbach hatte zahlreiche gute Aktionen, die mussten wir erst mal überstehen.“ In der Halbzeit habe er seine Mannschaft dann aufgefordert, die schwierige Situation abzuschütteln: „Was wir in der zweiten Halbzeit dann abgerufen haben, war aller Ehren wert. Ich würde sogar sagen, es war die beste zweite Halbzeit dieser Saison, und wir waren ganz nah dran am Sieg.“ Auch SVE-Trainer Lukas Lechner zog ein ähnliches Fazit: „Das war heute ein toller Rahmen. Wir sind super ins Spiel gekommen und müssen uns mit dem zweiten Tor belohnen. Wir bekommen dann den Ausgleich durch einen super Standard, und dann schaltet sich der Kopf ein, wir sind einfach nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen. Am Ende können wir mit dem Punkt gut leben.“

Weber – Schlettwagner, Linhart, Obermeier, Schulz – Ramstetter, Sammereier, Spinner (83. Duxner), Lukic (77. Dafinger), Adamhuber (77. Horn) – Winklbauer

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